Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, eine psychosoziale Betreuung von Krebspatienten und ihren Angehörigen zu unterstützen. Die Diagnose „Krebs“ betrifft von Anfang an weit mehr Menschen, als nur den jeweiligen Patienten selbst. Sie bedeutet eine Belastung für die ganze Familie. Bekommt jemand diese Diagnose, löst dies oft einen Schock für die Betroffenen und ihre Angehörigen aus. In diesem Moment ist es so wichtig wie schwierig, das innere Gleichgewicht zu halten. Zunächst muss die Nachricht so gut es geht akzeptiert werden. Dann folgen der mühsame Gang des Verarbeitens und das Verfolgen der notwendigen medizinischen Maßnahmen. Diese so lebensverändernde Nachricht zieht einen sehr langwierigen Leidensweg nach sich, dessen Ende oft völlig offen ist.


Gerade diese Ungewissheit birgt ein hohes Potential an psychischer Belastung, die zu Beginn selten allumfassend eingeschätzt werden kann. Der Weg mit dem Krebs ist derartig unvorhersehbar, dass der Erkrankte ständig wie ein Seiltänzer den so wichtigen Halt verlieren könnte. Bereits von Anfang an, wenn die so nervenaufreibende Berg- und Talfahrt, die die medizinisch notwendigen Therapien mit sich bringen, beginnt, ist somit eine psychoonkologische Betreuung nicht nur der Patienten unerlässlich. Damit diese auf ihrem Weg über den Abgrund der Krankheit von allen Seiten gestützt werden können, müssen auch die Angehörigen entsprechende Unterstützung bekommen. Der Umgang mit einer so schweren Krankheit ist für alle belastend, die in irgendeiner Form damit in Berührung kommen.
Gerade wenn es sich bei den Patienten um Kinder handelt, ist es umso wichtiger, die psychosoziale Betreuung der Angehörigen zu gewährleisten. Oft ist es besonders für die Eltern schwierig, die Situation so zu meistern, dass sie trotz der Sorge und des Kummers eine Stütze für die kleinen Patienten sein können.

Dass unserem Anliegen immer mehr Aufmerksamkeit beizumessen ist und psychoonkologische Betreuung immer wichtiger und damit unbedingt gebraucht wird, zeigen die folgenden Zahlen:
 
Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 1800 Kinder unter 15 Jahren an Krebs.
Am Häufigsten werden in dieser Altersgruppe

 

  • 

Leukämien und Lymphome (ca. 50 Prozent),

  • Tumoren des Gehirns (22 Prozent) und 
  •  Lymphknotenkrebs (12 Prozent) 

diagnostiziert.

 

 

Es erkranken beinahe doppelt so viele Jungen an Krebs wie Mädchen.
Während in den 1950er Jahren nur weniger als 10 Prozent der Kinder überlebten, sind es heute ca. 80 Prozent der therapierten Kinder, die nach fünf Jahren als geheilt gelten. Eine Heilung rührt nicht zuletzt auch daher, dass die Familien aufgrund der psychoonkologischen Betreuung die Krankheit mittragen können und nicht unter ihrer Last zusammenbrechen.

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